Eine Wanderung diagonal durch den Hunsrück von Bingen bis Trier.
Fünf Wandertage Ende Juni / Anfang Juli 2007. Übernachtung in kleinen Hotels
oder Gasthäusern, Gepäcktransfer.
Organisation durch:
Hunsrück-Touristik
Hunsrückhaus
54411 Deuselbach
Tel.: 06504 950460
info@hunsrücktouristik.de
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Der Weg ist benannt nach dem gallo-römischen Dichter und Staatsbeamten
Decimius Magnus Ausonius (* um 310 in Burdigala (Bordeaux), † nach 393 in Burdigala).
365 trat er in Trier, seine Stelle als Erzieher des Prinzen Gratian, des späteren Kaisers an.
Die Reisebeschreibung Mosella aus dem Jahr 371 beschreibt seine Eindrücke auf der römischen
Militärstraße von Bingen nach Trier, die er 368 bereist hat.
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1. Tag Anfahrt nach Bingen
Anreise mit dem Pkw, Bummel durch Bingen (unbedingt die Gaststätte Gaggianer besuchen),
Übernachtung im Hotel Römerhof. Kostenfreies Parken auf öffentlichem
Parkplatz gegenüber dem Hotel mit etwas Glück möglich (sonst 2,50 € pro Tag) bis Rückkehr am Ende der Wanderung
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2. Tag Bingen - Rheinböllen (ca 22 km)
Steigung von Bingen bis Ohligsberg (km 14) fast 500 m, dann leicht bergab.
Der Weg geht von der Burg Klopp bergab durch Bingen bis an die Nahe, die mit der Drusus-Brücke
überquert wird. Nach Überquerung der Nahetalbahn und geht es durch das Mühbachtal nach Weiler. Von dort zum Hofgut Kreling, einem
Industriedenkmal aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und weiter durch den Waldalgesheimer Wald zum
Forsthaus Lauschhütte (gegenwärtig geschlossen - keine Einkehrmöglichkeit).
Weiter geht es zum Ohligsberg (609 m), im weiteren Verlauf schöne Ausblicke auf das Rheintal. Dann über
Dichtelbach (Einkehrmöglichkeit) nach Rheinböllen.
Übernachtung in der Gaststube Berz.
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3. Tag Rheinböllen - Sohren (28 km)
Höhenunterschied 120 m
(von Simmern bis Kirchberg sparen wir uns die Wanderung auf der B 50 und
nehmen den Bus (jede Stunde)
urch das Kleinweidelbachtal geht es zu einer Wochenendsiedlung Richtung Mörschbach. Die Stre cke überquert den Padenbach
und führt am Wendelinushof vorbei über den Wasenplatz nach Simmern (Schinderhannesturm!).
1846 bis 1854 war der bekannte Mundartdichter
Rottmann hier Bürgermeister. Ihm zu Ehren hier das Gedicht "Die Marktschuhe" in Hunsrücker Mundart (mein Lieblingsgedicht):
O hätt dat doch die Pestelenz
Datt Schuhminsch lo vunn Permesenz!
Eich hatt m'r for de Märdesmaart (1)
Nein Batze Geld sesamm gespart,
Unn kaafe bei-em, (2) vor se danze,
Meer Schuh dervor, - recht scheene ganze.
Die harr eich norest (3) ä h m o l an,
Do war aag schunn käh Suhl (4) meh dran;
Unn Vorerblaad, Quadehr unn Kabbe
Korzheiligkän (5) unn laurer Labbe.
Eich daagt: "Nau waart!" Dett Johr dernoh (6)
War aag mei Schuhminsch wierer doo
Unn hatt sei Schuhe, so wie immer,
Loh leihe (7) uff der Erd erimmer (8)
Do sahr eich: "Heh! hot Der`t gehoort?" (9)
"Watt hoot Der meich so angefohrt?" (10)
Unn sahr-em dann alt (11) rund eraus,
So säh-et mit de Schuhe aus.
Doruff fung (12) nau datt Schuhminsch an
Un hott alt helle Läch geschlahn (13)
Unn saht: "Mei liewes Kind, d e h Schare (14)
Häst Dau D'r kinne leicht erspare;
H ä s t D a u d i e S c h u h n i t t a n g e d o h n,
Dau häst se kinne ewig honn.
Die sinn gemaach, vor-se-v e r k a a f e,
Unn nit vor drinn erimm se laafe."
(1) Martinsmarkt
(2) bei ihm
(3) nur
(4) Sohle
(5) total zerrissen
(6) im folgenden Jahr
(7) liegen
(8) herum
(9) Habt Ihr's gehört
(10) angeführt, betrogen
(11) halt
(12) fing
(13) hellauf gelacht
(14) Schaden
(P. J. Rottmann Gedichte in Hunsrücker Mundart, Linz & Co Trier)
Fahrt nach Kirchberg (älteste Stadt des
Hunsrücks mit schönen Fachwerkhäusern). An einigen Sehenswürdigkeiten
vorbei (Wachturm bei Dill) nach Sohren (Häuser mit hunsrücker Schieferfassade).
Übernachtung im Hotel Schinderhannes
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4. Tag Sohren - Morbach-Heinzerath (20 km)
Höhenunterschied 250 m
Auf dem Ausoniusweg geht es am Stumpfen Turm vorbei nach Belginum, einem (sehr sehenswerten!) archäologischen Museum der Gemeinde Morbach, das Funde aus einem keltisch-römischen Gräberfeld in unmittelbarer Nähe zeigt.
Anschließend geht es wieder auf der Ausonius-Straße nach Morbach-Heinzerath.
Übernachtung im Gasthaus Brieschmühle
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5. Tag Heinzerath - Gräfendrohn (15 km)
Höhenunterschied 310 m
Auf einer kurzen Etappe geht es zunächst hinunter zur Drohn und dann mit Drohn über Schloss Hunolstein nach Gräfendrohn.
Unterwegs schöne hunsrücker Scheunentore. Übernachtung in der Pension "Haus Rosemarie"
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6. Tag Gräfendrohn - Fell (16 km)
Höhenunterschied 300 m
dann Bus bis Trier (Wanderung durch das Industriegebiet Trier nicht so prickelnd)
Nach der alten Drohnbrücke geht es zunächst bergauf. Von hier oben schöner Blick ins Drohntal. Dann geht es hinunter ins Tal der kleinen Drohn. In Büdlicherbrück Einkehrmöglichkeit (Schneidemühle). Durch den Mehringer Wald wieder bergan und schließlich hinab ins Feller Bachtal. Hier nehmen wir den Bus nach Trier.
Übernachtung im Hotel Primavera
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7. Tag Zugfahrt von Trier nach Bingen
(zum Auto) ca 2 Stunden (Günstig mit dem
Rheinland-Pfalz Ticket für 23 €.
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Die Organisation durch die Hunsrück-Touristik war hervorragend: Gute Wegbeschreibung (inclusive Höhendiagramm), bestes Kartenmaterial, reibungsloser Gepäcktransfer,
komfortable Übernachtungen. Information von der Geschichte des Ausoniusweges über Sehenswürdigkeiten an der Strecke bis Gaststätten unterwegs
und Taxi-Unternehmen für den Fall der Fälle - alles vorhanden!
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